Skopje - Mazedonien und Belgrad Serbien - Balkans Trip (1054 von 64)
Skopje - Mazedonien und Belgrad Serbien - Balkans Trip (1054 von 64)

Ein weiterer spannender Stopover auf unserer Interrail Route durch den Balkan war Belgrad. Wir hatten keine sonderlich großen Erwartungen, aber andere Reisende die wir getroffen hatten waren begeistert. Und so gaben wir dieser tollen Stadt eine Chance und wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Aber seht selbst…

Übrigens, das Belgrader Nachtleben gilt als Geheimtipp in der europäischen Partyszene. Discos schiessen wie Pilze aus der Erde. Da wunderten wir uns nicht über das Motto der jungen Stadtbewohner: „Party hard every day“, lautet hier die Devise. Zu diesem Zweck gibt es hier auch ganz besondere Raki Gläser. Sie sehen aus wie ein Reagenzglas, das unten einen dicken Bauch hat. Die Öffnung oben ist nur so groß wie eine Fingerkuppe. So ist es möglich, auch wenn man bereits unter dem Tisch liegt, weiter zu trinken, ohne etwas zu verschütten, erzählte es uns die junge Fremdenführerin Milica. Mehr über das Nachtleben von Belgrad findet ihr bei Belgrade at night.

Meteora - Kalambaka - Griechenland - Klöster_0683

Kreativ, bunt und jung. Das ist Belgrad.

Meteora - Kalambaka - Griechenland - Klöster_0684

Tolle Hausfassaden.

24 Stunden in der Hauptstadt von Serbien, Belgrad 24 Stunden in der Hauptstadt von Serbien, Belgrad

Free Belgrade Walking Tours

Die Free Tours finden jeden Tag um 11 Uhr und um 16 Uhr statt. Das ganze Jahr über. Am Treffpunkt „Republic Square“ warteten bestimmt 30 oder 40 Menschen aus aller Herren Länder. Die junge, dynamische Milica führte uns mit Herzblut durch die Innenstadt. Man konnte die Liebe zu ihrer Stadt spüren und das übertrug sich auch schnell auf uns. Sie zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, gab uns einen Mini Sprachkurs und erzählte auch von der Zeit, als die Nato Belgrad bombardierte. Eine sehr empfehlenswerte Tour und das ganze kostet nur ein wenig Trinkgeld.

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Mit dem Zebrastreifen nehmen die Belgrader es wörtlich.

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Klassiker, ein alter YUGO aus der Zeit  als Jugoslawien noch vereint war.

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Die Burg, hoch oben über der Donau.

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Was für ein Ausblick über die Donau.

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Zum Ende der „Free Tour“ gabs noch einen Raki.

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Der berühmte „Naked Man“ thront auf einem Obelisk.

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Dieser Hund lebt auf der Strasse und hat uns begleitet.

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Hostel „Home Sweet Home“

Mit diesem Hostel hatten wir wirklich Glück. Sehr freundliche Inhaber und saubere Zimmer. Im gemütlichen und geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer hatte man das Gefühl Gast eines teuren Boutique Hotels zu sein. Kostenloses W-Lan und Gemeinschaftsküche gibt es auch. Der perfekte Ort für eine sehr günstige und gute Übernachtung. Booking.com – Buchen Sie Ihre Unterkunft hier!

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Die Kreativität kennt in Belgrad keine Grenzen. Hier der Innenhof einer Bar.

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Essen in Belgrad

Zum Abendessen gingen wir in das authentische, rustikal eingerichtete Restaurant Zavicaj. Es lag nur wenige Schritte vom Hostel entfernt und wurde uns auch dort empfohlen. Es gibt sehr gute serbische Küche und große Portionen. Wir bestellten Cevapcici in Tomatensoße und Souflaki Spieße mit Pommes. Dazu ein Gläschen Wein und zum Abschluss noch einen Schuss Raki für die Verdauung. Die Küche in Serbien ist insgesamt eher fleischlastig. Es gibt auch unser beliebtes Schnitzel, allerdings wird es hier zu einer Rolle geformt. Eine sehr interessant Kreation.

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Bier darf natürlich auch nicht fehlen.

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Die Architektur und einige Namen erinnern stark an Russland. Hier das Hotel Moskau.

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Die alten Strassenbahnen der Stadt haben einen gewissen Charme.

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Asyl Aufnahmezentrum der Stadt.

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Auf dem grossen Plakat sieht man die geplante Wasserfront, welche das Bild von Belgrad dramatisch ändern soll. Es soll eine Art LasVegas des Balkans entstehen. Das Geld dafür kommt von Arabern aus Qatar. Die Einheimischen sind nicht begeistert.

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Unten an der Flusspromenade gab es einige Souvenirgeschäfte und Restaurants, die auf dem Gelände der zukünftigen modernen Wasserfront standen. Nur einen Tag vor unserer Ankunft wurden diese in der Nacht von Unbekannten zerstört. Man kann sich vorstellen wer wohl dahinter steckt.

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Suchspiel: Wer kann Marion im nächsten Bild entdecken?

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Dieses Auto war so gut getarnt, dass wir es fast nicht gesehen hätten.

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Verbotsschilder am Eingang eines Schmuckladens.

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Eisverkäufer in der Fussgänger Zone

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Ein Strassenkünstler zeigt uns seine Kunst

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Von Belgrad aus haben wir dann einen Nachtzug nach Wien bekommen und von dort ging es direkt weiter bis zu unserem Wohnort Regensburg.

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5 comments

Sandra

Belgrad scheint schon sehr interessant zu sein. Interessanter Beitrag!

Cirko

Hi Ihrs,
schöner Reisebericht, als serbisch-stämmiger Weidener (hallo Regensburg) möcht ich gar nicht zu viel klugscheißen, nur ein paar kleine Anmerkungen:
-das bei den Cevapcici höchstwahrscheinlich Ajvar, nicht Tomatensauce
-Souflaki-Spieße gibt’s nur in Griechenland, also … :)
-genauso wie der Raki nur in der Türkei dort heißt, in Serbien ist’s Sljivovica oder Rakija
-die Architektur in Belgrad hat gar nichts von Russland, sie ist zunächst türkisch beeinflusst, später neoklassizistisch in einem eigenen jugoslawischen Stil mit österreich-ungarischem Einfluss um die Jahrhundertwende und später alle Formen des sozialistischen Bauens (aber deutlich anders an in der Sowjetunion, mit der Jugoslawien bis auf 3 Jahre nie befreundet war)
-interessant, dass Ihr im Zavicaj gegessen habt, das gilt als ziemlich „touristy“, weil alle, die wenig Landessprache sprechen oder wenig Einheimische kennen, sich auf tripadvisor verlassen und dort ist’s ziemlich weit oben – weil tripadvisor von Ausländern unterhalten wird, und so dreht sich das im Kreis :) aber ich war da auch mal, schlecht ist’s nicht, aber auch nix besonderes. Aber gibt schlimmeres :)
– die Festung heißt Kalemegdan und hat schon zig Herrschaftswechsel erlebt, schon erstaunlich
– ja, als Regensburger sieht man gern die Donau, aber Belgrad selbst sieht sich eher als Save-Stadt an der Mündung in die Donau, und genau genommen orientiert sich der Stadtkern auch an der Save; der Blick auf Eurem Foto zeigt auch hauptsächlich diese. Ein geschichtlich auch wichtiger Fluss, da er im äußersten Nordwesten Sloweniens entspringt und Ljubljana fast berührt, dann durch Zagreb fließt und in Belgrad landet – Jugoslawien pur.
-der Nacktarsch auf dem Denkmal ist der „Sieger“, ein ziemlich chauvinistisches, jedoch Frauen immer noch entzückendes Denkmal, welches ursprünglich für den Sieg Serbiens über Österreich-Ungarn und die Bulgaren, aber auch die Befreiung des Kosovo von den Türken stand und interessanterweise von einem kroatischen Bildhauer angefertigt wurde, der zu den besten seiner Zeit auf dem Balkan zählte (Ivan Mestrovic).

Soviel als kleine Ergänzung meinerseits. Ansonsten schöne Bilder, lockt’s mal ein paar Leute nach Belgrad, kann nur gut werden!

    marionanddaniel

    hey Cirko, vielen Dank für dein Feedback und die vielen Tipps. Liebe Grüsse

Peter

Hallo,
ach ja, Belgrad… Da war ich 2009 für ein paar Tage und es war damals schon der Hammer. Leider ist bei einem meiner Umzüge aber die Festplatte mit allen Fotos verloren gegangen. Da kann ich mich jetzt immerhin an eurem Beitrag erfreuen. Danke dafür!
Liebe Grüße,
Peter

    marionanddaniel

    Hallo Peter, vielen Dank für deinen Kommentar! Das ist ja tragisch das du alle Erinnerungsfotos verloren hast. Na dann würde ich vorschlagen du fährst einfach noch mal hin und schaust was sich seitdem verändert hat. Bestimmt schon so einiges! Und in fünf Jahren soll es ja top modern sein. Wir sind gespannt auf die Entwicklungen dort.

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