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Seit 26. Dezember 2016 laufen sie nun schon von Berlin in Richtung Aleppo,  um ein Zeichen zu setzen für den Weltfrieden, die Menschlichkeit und ein Miteinander. Der Kern der Gruppe besteht aus ca. 30 Leuten die seit Beginn an mitlaufen. Täglich wird eine Strecke von ca. 20 – 30 km zurückgelegt und es kommen immer neue Leute mit dazu die sich für 1 oder mehrere Tage anschließen. Es ist eine internationale Gruppe aus unterschiedlichen Religionen, Schichten, und Kulturen. Eins aber verbindet sie alle: Der Glaube an die Hoffnung und das Gute in der Welt.

Und genau diese Nachricht wollen sie unterwegs auch verbreiten und die vielen unterschiedlichen Menschen miteinander verbinden. Unterwegs wird die Gruppe immer wieder von Passanten, Politikern und Anwohnern mit Essen, Geld und einem Schlafplatz unterstützt. Schlafsäcke und Matten werden von einem Auto täglich ans neue Etappenziel transportiert um den Marsch zu erleichtern.

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Die Teddybären welche die Teilnehmer dabei haben stammen von Kindern in Aleppo und überbringen stellvertretend für sie eine friedliche Botschaft nach Syrien.

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Das Manifest

„Es ist Zeit, zu Handeln. Wir können nicht weiter vor unseren Bildschirmen sitzen und nichts tun, schreiben wie schrecklich das ist, behaupten dass wir machtlos sind. Nein, wir sind nicht machtlos. Dafür sind wir sind viel zu viele!

Wir gehen vom Berlin nach Aleppo über die sogenannte „Flüchtlingsroute“, nur in die andere Richtung.

Uns wurde beigebracht, uns der Situation und dem Krieg zu fügen. Uns wurde beigebracht, uns vor den Mächtigen, die die Fäden ziehen, zu fürchten. Wir wurden dazu gebracht, auf der Seite der „Guten“ zu stehen und den „Bösen“ die Schuld zu geben, die Aufteilung von Menschen in die Besseren und die Schlechteren zu akzeptieren, diejenigen, die nachts in Sicherheit in ihrem warmen Bett schlafen können und diejenigen, die um ihr Leben bangen und flüchten müssen. „So ist das eben“, wurde uns gesagt.

Aber wir können das nicht länger akzeptieren. Wir haben unsere stille Zustimmung widerrufen. Wir sind bereit, der Machtlosigkeit ein Ende zu bereiten.
Wir wollen losgehen und Menschen helfen, die genau so sind wie wir, außer dass sie eben nicht das Glück haben, in Berlin, London oder Paris geboren zu sein. Als Bürger für Bürger werden wir marschieren, Hand in Hand, von Berlin über die Tschechische Republik, Österreich, Slovenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Griechenland und die Türkei, nach Aleppo. Es ist ein langer Weg. Genau so lang wie der, den die Geflüchteten nehmen mussten, um ihr Leben zu retten. Jetzt wollen wir dasselbe tun, um weitere Leben zu retten. Und wir werden dies zusammen, in einer großen, großen Gruppe tun.

Wir sind ganz normale Menschen. Wir repräsentieren keine bestimmte politische Partei oder Organisation. Wir werden weiße Flaggen tragen, um der Welt unsere Nachricht mitzuteilen: Genug ist genug. Dieser Krieg muss enden!

Und dieser Krieg kann beendet werden. Dazu sind nur ein paar Unterschriften nötig. Aber während wir darauf warten, dass dies passiert, können wir dem Leid der Bewohner Aleppos nicht weiter tatenlos zusehen. Kein Mensch verdient es, das durchzumachen. Es ist kein „normaler“ Krieg mehr, wenn Kinderkrankenhäuser zu Zielen werden. Wir wollen nicht weiterhin aus sicherer Distanz dabei zusehen. Und wir werden es nicht tun! Wir sind fest entschlossen, dieses Gefühl von Machtlosigkeit abzuschütteln und zu handeln. Wir sind entschlossen, wir sind vereint und wir werden so lange marschieren, wie nötig. Für den Frieden.

Denkst du auch, dass es jetzt reicht? Willst du auch mehr tun, als vor deinem Bildschirm zu weinen? Wir sind schon zu lange tatenlos geblieben. Unsere Tränen und unsere Wut müssen in Handlung umgesetzt werden.
Dies ist unsere Handlung. Wir gehen nach Aleppo. Was wird dort passieren? Werden sie eine Gruppe von 5000 Menschen bombardieren? Werden sie es wagen, das zu tun? Du denkst, wir sind verrückt? Wir denken, dass es verrückt ist, weiterhin tatenlos herumzusitzen und zu warten, bis alle sterben.

Lasst uns nicht weiter warten. Lasst uns einfach losgehen und diesen Wahnsinn stoppen.“

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Immer wieder zeigen Anwohner ihre Solidarität.

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Ankunft beim Schlafplatz (Zentralwerk) in Dresden.

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Einige nutzen die Gelegenheit um etwas Schlaf nachzuholen.

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Es wird Tee sowie Kekse und Obst angeboten.

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Abends ging es dann in die Altstadt von Dresden zu einer Kundgebung.

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Die deutsch-syrische Band Banda Comunale heizte den Leuten mit orientalisch-abendländischer Musik ein.

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