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Mit Ende des zwanzigsten Lebensjahres soll jeder Gläubige, am besten noch vor der Hochzeit, für einige Zeit in den Mönchsorden eintreten. Das ist nicht nur Tradition in Thailand sondern man gewinnt auch grossen Respekt in der Bevölkerung.

Auf dem Land gilt derjenige der nicht Mönch geworden ist immer noch  als unreif. Der Aufenthalt in einem Kloster ist in der heutigen modernen Zeit jedoch nicht mehr festgelegt und kann Tage, Monate, Jahre oder ein ganzes Leben dauern. In den grösseren Städten soll schon jeder Dritte dieser Tradition nicht mehr folgen. Während der Ordination wird eine Zeremonie abgehalten, die vorher einstudiert wird.

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Einen Tag vor dem Eintritt ins Kloster erfolgt das Schneiden der Haare, der Augenbrauen und des Bartes. Anschliessend wird der Anwärter ganz in Weiss gekleidet. Ein Symbol der Reinheit. Nachbarn und Verwandte bringen Geschenke und Spenden vorbei. Die Vorbereitungen dauern meist bis spät in die Nacht.

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Die Familie und Verwandten feiern mit Whiskey und Karaoke.

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Lottery Ticket Verkäufer am Tag der Ordination.

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Am Tag der Ordination bereitet der werdende Mönch eine Schale vor, auf der Räucherstäbchen, Wachskerzen und Blumen liegen. Er kniet sich vor seinen Eltern und Verwandten hin und übergibt diese Gaben in der Haltung der Verehrung. Es folgt ein zeremonieller Abschiedsgruss: „Ich bitte darum, dass alle Taten, die ich in Gedanken, Handlungen oder Worten gegen sie gewendet habe, gnädig zu vergeben“.

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Danach begibt sich der Mann inklusive der Gesellschaft zu einer Prozession im Uhrzeigersinn um den Tempel. Er muss auf dem Weg zum Wat in seinen gefalteten Händen eine Kerze, Räucherstäbchen und eine Lotosblume tragen. Es werden acht Requisiten eines Mönches mitgeführt: die Almosenschale, der Rock, das Übergewand, das Schultertuch, der Gürtel, das Rasiermesser, die Nadel und der Wasserfilter. Während der Prozession um den Tempel spielt Musik und die Menschen tanzen und singen.

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Beim Betreten Tempels wird der Kandidat von seinen Eltern und Förderern an der Hand geführt. Freunde und Verwandte folgen. Dabei sind alle mit einem Faden in der Hand verbunden. Dies symbolisiert eine Art Verbundenheit, damit jeder den gleichen Anteil seines Verdienstes erhält.

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Im Tempel angekommen zündet der Mann eine Kerze zur Verehrung Buddhas an und verbeugt sich. Die brennende Kerze gilt als Symbol für das kommende Mönchsleben. Steht sie aufrecht, wird er der Religion lange dienen. Neigt sich die Kerze ein wenig, was meistens der Fall ist, wird er nicht sehr lange im Orden verbleiben. Je stärker sie sich neigt, desto kürzer wird sein Aufenthalt im Kloster sein.

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Danach erfolgt die Übergabe der orangenen Mönchsgewänder. Mit beiden Händen muss er nun das Gewand vor den älteren Mönchen hochhalten. Danach bittet er den Ältestenrat mit lauter Stimme um seine Ordination. Wird die Zustimmung erteilt darf er sich umzuziehen. Anschliessend muss er die Mönchsversammlung bitten, im Orden aufgenommen zu werden. Er überreicht dazu dem Obermönch die Almosenschale, welche dem werdenden Mönch dann über die Schulter gehängt wird.

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Zum Schluss werden dem angehenden Mönch Fragen gestellt. Nachdem alles richtig beantwortet wurde, erfolgt die Verkündung des Rates, dass der Kandidat in den Orden aufgenommen wird. Er ist jetzt ein richtiger Mönch. Es beginnt ein neues Leben im Kloster.

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