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Im November wurden wir von der Touristen Information Holland eingeladen, um für 48 Stunden „Das andere Holland“ kennenzulernen und zu erkunden.

Vor 10 Jahren war ich(Marion) schon einmal in Amsterdam, Daniel hingegen hatte es bisher noch nie in die Niederlande geschafft. Unter Gelderland konnten wir uns zunächst nicht sonderlich viel vorstellen. Auch die Namen kamen uns sehr fremd vor. Apeldoorn, Arnheim, Beekbergen, Veluwezoom. Wir dachten an Coffee Shops, Holzschuhe, Tulpen und Windmühlen. Da wir eine sehr weite Anreise hatten, reisten wir schon einen Tag früher an und suchten uns eine günstige Unterkunft in Beekbergen, ein Vorort der Stadt Apeldoorn.

Am nächsten wunderschönen Morgen machten wir uns auf die Suche nach einem kleinen Café um zu frühstücken. Fehlanzeige, denn bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass ganz Holland am Montag etwas langsamer auf Touren kommt. Fast alle Geschäfte waren noch geschlossen in dem verschlafenen Örtchen. Wir fanden es einfach ulkig. Aber zum Glück gab es da ja noch den hoch frequentierten Supermarkt. Hier kauften wir uns zwei wirklich leckere Schoko Croissants, ein paar Getränke und Snacks für den bevorstehenden Wandertag.

WANDERN IM NATIONALPARK VELUWEZOOM

Veluwezoom ist der älteste Nationalpark Hollands. Mit dem Wetter hatten wir Glück, denn die Sonne schien und ein angenehmer Herbstwind verwehte die bunten Blätter. Ein behagliches Rauschen durchdrang Waldflächen, Moore, Sand- und Heidelandschaften. Die Kiefern haben eine ganz besondere türkisgrün Farbe. Es sticht wunderbar heraus zwischen den rot und gelb gefärbten Laubbäumen. Wir wanderten auf dem 90 m hohen Hügel Posbank und blickten 20 km weit in die Ferne. Ein traumhafter Ausblick, der zum Ausharren und entspannen einlädt. Weiter unten trafen wir auf einige Herden schottischer Hochlandrinder, die uns auf dem Gehweg entgegen trotteten. Auch Jungtiere waren dabei. Auf den Warnschildern hieß es, man solle 25 m Abstand halten, was aber gar nicht so leicht war. Vor lauter Schreck hüpften wir ins Gebüsch und beobachteten die Tiere aus sicherer Entfernung. Denn so nah kommt man tatsächlich selten mit der Natur in Berührung. Auch Hirsche und Wildschweine sind hier häufig zu sichten. An diesem Tag hatten wir leider aber kein Glück. Montags hat übrigens das Besucherzentrum Veluwezoom geschlossen, an allen anderen Tagen könnte man sich auch für größere Touren, Fahrräder oder E-Scooter ausleihen.

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Marion unterwegs im NP Veluwezoom.

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Riesige Spinnen, gab es hier überall.

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Immer am knipsen.

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Der Herbst ist hier wunderschön und sehr farbenfroh.

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Kurze Pause.

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Der Park war voll von schottischen Hochlandrindern.

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Wegelagerer.

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Einfach toll diese Landschaft. Genau richtig um seine Seele mal wieder baumeln zu lassen.

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ZENZEZ HOTEL UND LOUNGE

Das schnuckelige Hotel in Apeldoorn macht von außen, als auch von innen einen sehr wohlig warmen Eindruck. Bei elf Zimmern fühlt man sich eher wie in einer großen familiären Pension. Das Willkommen war sehr herzlich. Zu den Zimmern geht es wie überall in Gelderland über steile Treppen nach oben, daher sollte man sich bei körperlichen Einschränkungen, vor der Buchung immer über Barrierefreiheit informieren. Strom und Gas sind in diesem Hotel grün. Auch die Holzmöbel im Hotel bestehen aus Recycling Material. Die wunderschönen kunstvollen Dekor Artikel im Hotel kann sind auch käuflich erwerblich. Meist zu moderaten Preisen. Auch die Zimmer haben eine sehr charmante Einrichtung. Das Bett war ein Traum und mit dem Flachbildschirm konnten wir die wichtigsten deutschen Sender empfangen. Noch dazu hatten wir einen riesigen Balkon mit zwei Korbstühlen. Besonders schön fanden wir einen Weinflaschen Wärmer aus Fell. Der Hotel Inhaber erklärte uns, dass die Holländer auch bei schlechtem Wetter und in der kalten Jahreszeit gerne bei einem kleinen Lagerfeuer auf der Terrasse sitzen. Damit der Wein dann nicht zu kalt wird, braucht man eben diesen Flaschenwärmer.

Das servierte Essen ist, soweit möglich, Bio. Das Frühstück muss schon am Vorabend mithilfe eines Fragebogens bestellt werden. Wir empfehlen lieber ein Croissant mehr zu bestellen, da Nachbestellungen am Morgen nicht möglich sind, weil alles frisch zubereitet wird.

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Unser schnuckeliges Zimmer.

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Da könnten wir damit gemeint sein.

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Unser Frühstückstisch.

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Mmmmm, lecker. Smoothies.

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Big breakfast for little Marion.

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DER PALAIS HET LOO

Das Jagdschloss von Willem und Mary hat uns positiv überrascht. Es zeigt auf einzigartige Weise die früheren Zeiten. Der königliche Fuhrpark mit tollen Oldtimern ließ uns staunen und bewundern. Auch die Inneneinrichtung war beeindruckend. Erlegte Bären und Leoparden schmücken die Fußböden im Wohnzimmer, und vor dem Kamin stehen Eimer aus Elefanten Füßen.

Zur Geschichte:
Im Jahr 1684 kaufte Statthalter Willem 3. (1650 – 1702) das mittelalterliche Jagdschloss Het Loo, einschließlich der umliegenden Gebäude, Wälder, Ländereien und Wasserläufe. An diesem Ort wollte er ein neues Jagdschloss errichten, das denen anderer europäischer Fürsten in nichts nachstehen sollte. Willem und seine Gemahlin Mary Stuart (auch bekannt als Königin Mary 2.) waren Liebhaber von Architektur und Gartenkunst. Das neue Loo sollte eine stolze Sommerresidenz werden, in der der Statthalter jagen und seine hohen Gäste fürstlich empfangen konnte. Im Jahr 1689 wurden Willem und Mary König und Königin von England und dazu Schottland und Irland. Zu diesem Anlass wurden die Gärten und das Schloss noch einmal vergrößert und erweitert.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr.
Das Schloss ist barrierefrei (Fahrstuhl).
Eintrittspreis 14,50 Euro plus 5,- Euro Parkgebühren.

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Die Garage des Palasts.

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Es wurde ordentlich für uns aufgetischt.

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Schlossgarten.

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Skurril. Leoparden Fell als Wohnzimmer Einrichtung.

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ARNHEIM

Arnheim ist die bunte kleine Hauptstadt der holländischen Provinz Gelderland. Sie lässt sich gut zu Fuß erkunden und verfügt über eine weitläufige Innenstadt in der unzählige Mode Geschäfte angesiedelt sind. Ein Eldorado für alle, die unterwegs auch gerne mal shoppen gehen. Besonders interessant ist die Tatsache dass es hier Marken und Geschäfte gibt, die in Deutschland zum Teil noch völlig unbekannt sind. Es gibt mehrere tolle Bar Viertel und unzählige Restaurants, die sich gegenseitig mit einzigartiger Innenarchitektur und Dekoration übertrumpfen. Von japanisch und chinesisch über syrisch, italienisch bis hin zu gutbürgerlich gibt es einfach alles. Egal ob nobel, rustikal oder hip, hier ist sicherlich für jeden das richtige Speiselokal dabei. Doch fernab von diesem Trubel erlangte Arnheim durch eine sehr traurige Geschichte Berühmtheit.

Schaufenster eines Schaufensterpuppengeschäftes.

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Arnheim ist bunt, auch im November.

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Beim Minz Tee trinken.

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Whats up?

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Hauptbahnhof in Arnheim.

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Coffee Shops an jeder Ecke.

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Nette Restaurants in kleinen Gassen.

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DIE BRÜCKE VON ARNHEIM

Zur Geschichte:
In der Zeit vom 17. September 1944 bis April 1945 kamen 188 Einwohner von Arnheim ums Leben, vor allem durch die Bombardierung der Alliierten am 17. September und die darauf folgenden Gefechte zwischen deutschen und britischen Soldaten und schließlich durch die von den Deutschen gelegten Brände. Bereits vom 18. September an flohen die Bewohner des Zentrums von Arnheim aus der Stadt, die meisten von ihnen zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Andere verbrachten die neun Tage, in der die Gefechte anhielten in Kellern oder in Gärten in der Stadt und deren Umgebung. Noch während der Schlacht gaben die Deutschen den Befehl zur Evakuierung der Stadt, woraufhin 95.000 Arnheimer aus ihren Häusern vertrieben wurden. Arnheim hatte sich zu einer Geisterstadt verwandelt. In den darauf folgenden Wochen verliessen über 50.000 Menschen, die im Gebiet der Betuwe und entlang des Rheins wohnten, Haus und Hof. Nach ihrer Rückkehr, in vielen Fällen erst Monate nach der Befreiung, fanden die Bewohner ihre Häuser zumeist schwer beschädigt und völlig ausgeplündert vor. Ein Innehalten angesichts des Grauens der Kriegsgewalt und der erzwungenen Evakuation war nicht möglich. Die Stadt lag in Trümmern und musste neu aufgebaut werden.

Direkt bei der Brücke befindet sich das Informationszentrum „Schlacht um Arnheim“. Dort kann man sich mit Hilfe von Bildern, Videoaufnahmen und Tonaufnahmen von Zeugen ein Bild über die damalige Verwüstung machen. Gerade in der heutigen Zeit sollte man nicht vergessen, wie wichtig Demokratie, Freiheit und Frieden sind. Das Info Zentrum an der Brücke ist ein Ort zum Innehalten, Nachdenken und Reflektieren.

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FASHION HOTEL MODEZ

Dieses Hotel liegt mitten im modernen Modekwartier von Arnheim. Ein Stadtviertel voll mit Mode, Design, Restaurants und Bars. Dieser Stadtteil hat sich erst in den letzten Jahren zu etwas ganz Besonderem gemausert. Ein Aufenthalt im Modehotel Modez ist eine Möglichkeit gleichzeitig jede Menge über die niederländische Mode Szene und Geschichte zu lernen. Denn jedes Zimmer wurde von bekannten holländischen Designern in Zusammenarbeit mit Piet Paris dekoriert. Wir hatten das Bio Zimmer, welches aus Naturmaterialien besteht. Unser Zimmer hatte einen leicht holzigen und natürlichen Duft, das Bett war äußerst bequem und die hohen Wände waren mit allerlei Dekomaterialien bestückt, wie zb ein aufgehängtes BMX-Rad oder ein Nachthemd. Auch Stühle waren an der Wand aufgehängt und konnten bei Bedarf abgenommen werden. Eine sehr schlaue und platzsparende Idee. Auch hier werden sämtliche Deko Gegenstände zum Kauf angeboten und wir hatten einen tollen Blick auf eine alte Windmühle.

Schaut euch dazu ruhig mal die Fotogalerie mit den anderen Hotel Zimmern auf der Website des Hotels an, denn dieses Hotel ist wirklich einzigartig. Das Hoteleigene Restaurant Café Caspar ist auch einen Besuch wert. Wie fast überall während unserer Reise, hat es ein sehr junges, modernes, trendiges und künstlerisches Ambiente. Mit dem Hühnchen Sandwich im Maisbrot seid ihr auf der sicheren Seite. Laut Mitarbeiter das beste Gericht hier. Im Frühstückssaal des Modehotels ertönte moderne Jazzmusik mit Elektro Elementen aus einer Art Ghetto Blaster. Angeboten wird hier ein großzügiges Buffet mit Rührei, Bacon, Parma Schinken, 2 Sorten holländischer Käse, Maisbrot, Croissants und vieles mehr. Fair Trade Schokoladen Brotaufstrich und auch Fair Trade „Hagel Slag“ waren zu meiner Freude auch vorhanden.

Was ist „Hagel Slag“? Das ist etwas typisch Holländisches. In Holland bevorzugt man ein eher süßes Frühstück. Die Schokoladen Streusel die man „Hagel Slag“ nennt werden auf ein Butter Brot gestreut und verzehrt. Sie haben eine besondere Konsistenz, sodass sie sehr schwer schmelzen. Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen. Vollmilch, Zartbitter, Vollmilch gemischt mit weißer Schokolade oder Vruchtenhagel, die bunte Version mit Streu von Früchten.

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Kurze Pause im Hotel.

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So sieht das verrückte Speisezimmer des Modehotels Modez aus.

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Gleich nebenan stand diese beeindruckende Windmühle.

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Wie immer mit dabei, unser geliebter 190er.

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IM RESTAURANT

Die Holländer sind sehr freundliche und offene Menschen. In der Regel reicht die deutsche Sprache sehr gut aus. Zur Not kann man sich auch auf Englisch unterhalten. Die meisten Restaurants in Gelderland bieten keine Menükarten in deutsch oder englisch. Wenn es eine englische Karte gibt, ist sie meist etwas dünner und es stehen nicht alle Gerichte drin. Da es in den meisten Lokalen Free Wifi gibt, empfiehlt es sich mit einer App auf dem Smartphone zu übersetzen. Viele Wörter sind dem deutschen doch sehr ähnlich und man wird das meiste auf der Karte verstehen. Das ein oder andere Wort warf dann aber doch Fragezeichen bei uns auf. Zum Abendessen waren wir in sehr schicken, hippen und stylishen Restaurants. Zum einen in der Brasserie und Weinbar Martins in Apeldoorn. Hier kann man von einer großzügigen Weinkarte bestellen und den Abend genüsslich ausklingen lassen. Es gibt eine offene Küche und diverse Snacks wie Oliven und Erdnüsse auf den Tisch.
Die Kosten für ein Abendessen (2 Personen), liegen bei ca.50 Euro ohne Dessert und Vorspeise.

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In Arnheim besuchten wir das Momento. Das Besondere an diesem Restaurant ist das Ambiente, denn es befindet sich im Erdgeschoss einer mehrstöckigen Bibliothek. Vom Dach dieses Gebäudes hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Hier haben wir auch etwas typisch holländisches probiert, Bitterballen. Das sind frittierte Bällchen aus Rinderragout.
Die Kosten für ein Abendessen zu zweit liegen bei ca. 30 Euro ohne Dessert und Vorspeise.

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Diese interessante Skulptur steht als Symbol für den örtlichen Zoo.

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HIPPE BARS

Den lezten Abend liessen wir in der Tape Cafe Bar im Modekwartier ausklingen. Wir setzten uns in bequeme Sessel im 70er-Look direkt im Schaufenster und fühlten uns dabei wie Schaufensterpuppen. Hier trifft sich die Mode und Künstler Szene mit Macbook unter dem Arm. Im Keller des Cafés gab es eine Ausstellung eines lokalen Foto Künstlers.
Preise für Cocktails ca. 6,- Euro.

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´S-HERTOGENBOSCH

Da wir schon mal in Holland unterwegs waren, bot es sich an, einen alten holländischen Freund zu besuchen. Daniel lernte René damals auf seiner großen Trans-Afrika Reise kennen. Wir kamen am 11.11.2015 um kurz nach 11 Uhr 11 in Hertogenbosch an und hatten in keinster Weise an Fasching gedacht. Daher wunderten wir uns, weshalb alle Leute in der Innenstadt komische blaue Kittel mit unterschiedlichen Aufnähern und dazu rot, weiß, gelb gestreifte Schals trugen. Als wir bei René ankamen, hing auch bei ihm ein solcher Schal im Eingangsbereich und wir fragten, was das zu bedeuten habe. Er wollte es wohl spannend machen, denn er antwortete nicht. Er meinte nur, das erkläre ich euch später. Da wir kurz am verhungern waren, führte uns René in ein stadtbekanntes Lokal. Das DIT ist modern, bunt, hip und ein bisschen chaotisch. Hier bestellt man am Besten mehrere, unterschiedliche Gerichte zum gemeinsamen Essen. Auf unsere Frage hin, welches Gericht denn für diese Region besonders charakteristisch wäre, hieß es Kartoffelbrei mit Gemüse. Dies bestellt man jedoch selten in einem Restaurant. Uns fiel auch auf, dass die Holländer, ähnlich wie die Marokkaner, am liebsten frischen Minztee mit Honig tranken.

Aber zurück zu den rot, weiß, gelb gestreiften Schals – OETELDONK. In Hertogenbosch wird der Karneval seit dem 19. Jahrhundert sehr groß gefeiert. Überall wehen Fahnen in den Karnevalsfarben und die Stadt wird in dieser Zeit in „Oeteldonk“ umbenannt. Diese Tradition ist einzigartig. Während des Karnevals gibt es keinen Unterschied zwischen Arm und Reich. Daher tragen alle den blauen Bauernkittel. Meist sind diese Jacken mit bunten Aufnähern bestückt. Der Frosch als Symbol darf auf keinen Fall fehlen, da die Stadt in einem Sumpfgebiet liegt. Das ganze wird mit dem rot-weiß-gelb gestreiften Schal abgerundet und fertig ist das Oeteldonk Karnevals Outfit. Aber auch unabhängig davon ist Hertogenbosch mit seinen Backsteinhäusern, Grachten und kleinen Cafés ein wunderschöner und besuchenswerter Ort.

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Rene, unser Guide von Hertogenbosch.

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Marion feiert Fasching.

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In diesem Restaurant kann mans aushalten.

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Oft ist man so mit den Sehenswürdigkeiten in der Reiseplanung beschäftigt, dass man wichtige Aspekte einfach vergisst. Kaum über die Grenze gefahren kommen langsam die Gedanken auf: „Mensch, wie schnell können wir hier eigentlich fahren?“ und „Wo können wir parken, ohne einen Strafzettel zu riskieren?“

Infos zum Strassenverkehr

Höchstgeschwindigkeiten

Innerorts:  50 km/h, Landstraßen:  80 km/h, Autostraßen:  100 km/h, Autobahnen:  130 km/h

Die Polizei kann von Ausländern an Ort und Stelle Bußgelder erheben.

Insgesamt sind die Bußgelder für Verkehrsverstöße höher als in Deutschland. Auch die Gebühren für falsch parken sind unangenehm hoch und Parkkrallen werden gerne verwendet. „Knöllchen“ für zu schnelles fahren werden auch über die EU-Grenzen hinweg eingefordert.

Tanken

Benzin und Diesel sind in den Niederlanden teurer als in Deutschland

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Achtung! Alle Drogen sind in den Niederlanden verboten. Erlaubt ist nur, der an strenge Auflagen gebundene Verkauf, von maximal 5 Gramm Cannabis (Marihuana, Haschisch) in den Coffeeshops. Mehr darf man für den Eigengebrauch auch nicht besitzen. Verkauf, Herstellung und Besitz werden strafrechtlich verfolgt. Der Konsum von Drogen im Freien ist untersagt. Auch Pfefferspray und Tränengas sind im Sinne des niederländischen Waffengesetzes verboten und werden mit hohen Geldbußen oder Freiheitsstrafen geahndet. Auch realistische Waffen Imitationen sind nicht erlaubt.

AUSBLICK

In 48 Stunden konnten wir leider nicht alle Sehenswürdigkeiten und Geheimnisse des „anderen Hollands“ entdecken. Jedoch haben wir einen guten Überblick bekommen und haben große Lust bald wieder nach Holland zu fahren. Wer weiß, vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr im September zum „World Living Statues“ Festival.

Sponsored Post. Dieser Bericht wurde im Zusammenarbeit mit der Firma Mediamixx und Das andere Holland erstellt.
Wusstet ihr schon, dass wir auch auch auf Hochzeiten fotografieren und Filme erstellen? Dann schaut doch mal auf unser Portfolio: www.marionanddaniel.com

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12 comments

Sabine

Wirklich ein schöner Einblick. Von diesen Orten habe ich tatsächlich noch nie was gehört. Man lernt nie aus 😉

    marionanddaniel

    Vielen Dank. Gelderland ist auf jedenfall eine Reise wert.

Walter

Als Holländer und geboren Gelderlander schon zu lesen was Ausländer von diese schöne Provinz finden. Nennenswert ist aber auch Nijmegen oder Nimwegen auf Deutsch, was eine alt römischen Stadt ist aus der Zeit Kaiser Traianus.

    marionanddaniel

    Hey Walter, Nimwegen schauen wir uns das nächste Mal an. Wir geben bestimmt mal wieder nach Gelderland.

Andreas

Ein wirklich schöner Bericht und super schöne Fotos! Besonders schön das foto wo die schottishen Rinder den Weg entlang laufen! Und die Spinne hilfe ich wäre da so schnell es geht weggerannt :)

    marionanddaniel

    Hey Andreas, danke für dein Kommentar. Ja bei den Rindern sind wir dann doch auch ins Gebüsch gesprungen. Die Spinne war kleiner als sie aussieht. LG

Katrin testet für Euch

Hallo Marion,

*wow sind das schöne Fotos und ich stehe auf schöne, aber aussagekräftige Fotos und das sind sie. Da bekommt man richtig Lust nach Holland zu fahren *Daumen hoch … nur leider für uns zu weit weg, aber ein Wunsch von mir ist, noch einmal nach Holland. Vor Jahren war ich schon mal in Holland, aber eher zum Shopping 😉 daher habe ich nicht viel vom schönen Land gesehen – muss ich aber unbedingt nachholen. Dank Deiner Fotos wird der Wunsch noch größer 😉 Vielen Dank super Bericht mit schönen Fotos !

LG Katrin

    marionanddaniel

    Hallo liebe Kathrin. Vielen Dank für dein Feedback. Wir müssen auch unbedingt mal wieder nach Holland. Nächstes mal aber im Frühling oder Sommer. LG

Natascha

Sehr Interessant. Nachdem ich diesen Beitrage gelesen habe, würde ich amliebsten jetzt sofort ein Ticket nach Holland buchen.
Viele Grusse
Natascha von http://www.reiseblogmagazin.de

    marionanddaniel

    Vielen Dank für die Blumen liebe Natascha.

Monika and Petar Fuchs

Im Gelderland waren wir vor ein paar Jahren auch unterwegs. Es war damals unsere erste Reise nach Holland. Seither lässt uns das Land nicht mehr los. Eure Fotos machen Lust auf die nächste Reise dorthin.

LG,
Monika und Petar von http://www.travelworldonline.de/traveller

    marionanddaniel

    Hey Ihr zwei, vielen Dank. Wir müssen auch unbedingt wieder hin. Abe nächstes mal im Frühling oder Sommer. LG

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